Mögliche Ziele einer eigenen Website


Websites entstehen nicht aus reinem Selbstzweck. Es gibt natürlich die Möglichkeit, die Technologie auszuprobieren und sich sozusagen experimentell dem Thema Webdesign zu nähern.

Vor der Planung einer neuen Website sollte man das Ziel, das diese Website verfolgen soll, genau kennen beziehungsweise so gut es geht zu definieren.

Man kann mit einer recht groben, stichwortartigen Beschreibung des Ziels anfangen und diese dann verfeinern.

Dabei sollte man darauf achten, dass dieses Ziel auch erreicht werden kann.

Gesetzte Ziele sollten im allgemeinen smart sein:
spezifisch, messbar, aktionsorientiert, realistisch und terminiert.

Eine Zielformulierung wie "Die Website soll möglichst viele Besucher haben" ist in diesem Sinn kein smartes Ziel, denn "möglichst viel" ist nicht messbar und nicht spezifisch.

Besser wäre: "Die Website soll binnen eines halben Jahres pro Tag 1.000 Besucher erreichen."

Allerdings ist mit dieser Zielformulierung inhaltlich nichts bestimmt. Wie soll man aus dieser Zielformulierung Aktivitäten ableiten, die dieses Ziel unterstützen?

Wir brauchen also inhaltliche Kriterien. Diese gewinnt man, wenn man sich andere Websites ansieht und analysiert, was diese an Informationen oder Service vermitteln.

Systematik

Es gibt es viele verschiedene Ziele, die man mit einer Website, die öffentlich zugänglich ist, erreichen möchte.

Daneben gibt es Websites, die nur einem geschlossenen Benutzerkreis zugänglich sein sollen. Aaußen vor sind also Sites für einen geschlossenen Benutzerkreis wie Tools zur Teamzusammenarbeit etc.

So können wir folgende, oft verfolgte Website-Ziele unterscheiden (mehr Details zu den einzelnen Kategorien per Klick auf den Begriff):


Es gibt, je nach Betrachtungsweise, unterschiedliche Kategorien zur Einteilung von Websites.

Häufig wird eine Einteilung auch nach der Art des Inhalts und gemäß des Charakters einer Site vorgenommen, also etwa eine Kategorisierung nach Begriffen wie ”News”, „Unterhaltung”, „Sport” usw.

Ein solches inhaltlich orientiertes Kategoriesystem war zum Beispiel im Open Directory Project (www.dmoz.de) verwirklicht gewesen. Dieses Katalogprojekt wurde inzwischen aufgegeben.

Genauso wurden auch Kategoriesysteme nach dem der Site zugrunde liegenden Businessmodell angewendet.

Frühere Unterscheidungen und Klassifizierungen sahen Kategorien wie „Portal”, „E-Commerce”, „Medien”, „Software”, „Web-Services” und „Gaming” vor.

Auch Suchmaschinen nehmen offensichtlich Kategorisierungen, allerdings nach eigenen, nicht öffentlichen Systematiken. Man kann davon ausgehen, dass dies automatisch nach Keywords (zentralen Begriffen), Keyword-Relevanz und anderen Kriterien erfolgt.

Eine andere, globalere Systematisierung kann nach dem System erfolgen, das Stefanie Saler in ihrer Arbeit „Web Usability - Gestaltungskriterien und Evaluationsverfahren” vorgeschlagen hat (GRIN Verlag, 2007):

  • Private Websites
  • Unterhaltungs-Websites
  • Unternehmens-(Corporate-) Websites
  • Marken- (Branding-)-Websites
  • Informationsvermittelnde Websites
  • Funktionale Websites
  • E-Commerce-Websites
  • Community-Websites
  • Lehr- und Lern-Websites
  • Suchmaschinen und Kataloge

Wir orientieren uns an einer eigenen Struktur, die stark an die Ziele der Website angelehnt ist und inhaltliche Aspekte eher außen vor lässt. Diese Einteilung spiegelt unserer Auffassung nach die Realität und die Vielfalt der Websites wider, die bei goneo gehostet sind.

Das Ziel der Website bestimmt den Bedarf und damit die Anforderungen an das Webhosting

Es lohnt sich im Hinblick auf weitere Entscheidungen, sich frühzeitig auf eine klar beschriebene Ausrichtung der geplanten Website festzulegen.

Sie müssen sich dabei nicht an eine der Kategorien halten oder sich auf eine bestimmte Systematik beziehen. Wichtig ist, dass Sie mit einem klaren Begriff aus dieser Phase der Vorüberlegungen herauskommen.

Das erleichtert Ihnen Entscheidungen wie die Festlegung auf ein Hosting-Paket oder einen Servertyp. Außerdem können Sie dann besser entscheiden, wer die Website realisieren sollte. Sie selbst oder ein Webdesigner.

Die Website kann im Do-it-yourself-Verfahren erstellt werden. Das heißt, Sie, der die Website realsieren möchte, nehmen alle Arbeiten oder zumindest die meisten Teilarbeiten selbst vor.

Dies erscheint sicher als die günstigste Variante. Allerdings müssen Sie ein entsprechendes Zeitkontingent einplanen.

Möglich ist natürlich auch, die Erstellung der Website bei einem professionellen Webdesigner in Auftrag zu geben.

Wichtig ist an dieser Stelle nur, es herrscht Klarheit, was die Website leisten soll. Damit erhalten Sie auch ein besseres Gefühl für den erforderlichen Aufwand und die damit zu erwartenden Gesamtkosten.

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