Die eigene Website

Je nach Anforderung, Ziel und Zweck gibt es unterschiedliche Methoden, um eine eigene Website aufzubauen.

Das Word Wide Web, in dem wir uns hier bewegen, geht zurück auf ein Konzept, das das CERN-Forschungsinstitut in Genf angelegt hat. Wesentliche Merkmale sind, dass diesem Web ein Hypertext-System zugrunde liegen soll, das wiederum von Tim Berners-Less erdacht wurde.

Das klassische Format, mit dem ein Webdokument verfasst ist, um in einem Webbrowser angezeigt zu werden, ist HTML. Mehr über HTML finden Sie im goneo-Glossarbeitrag „HTML-Auszeichnungssprache mit Hypertextfunktion“.

Die Anfänge des World Wide Webs datiert man allgemein zurück in die späten 1980er oder frühen 1990er Jahre. In diesem Zusammenhang wird gerne das Datum 6.August 1991 genannt, der Tag, an dem Berners-Lee in eine Newsgroup einen entsprechenden Beitrag postete, was allerdings nicht die erste Bekanntmachung dieser Art war. Als Browser diente ein Editor mit erweiterter Anzeigefunktion und eben dieser Hypertextfähigkeit.

Insbesondere ab Mitte der 1990er Jahre erlebte das Web ein boomartiges Wachstum. Es hat alle anderen Ansätze wie den Bildschirmtext der deutschen Bundespost, der späteren Telekom verdrängt, ebenso andere ähnliche nationale Ansätze wie Prestel in England oder Minitel in Frankreich. Auch amerikanische Netzwerke wie America Online (Aol) oder Compuserve kann man als Opfer des Internetbooms bezeichnen, auch wenn diese eine Zeit lang eine Mischung aus Zugangsprovider und Walled Garden darstellten, Inhalte also selbst aufbereiteten und nur punktuell einen Weg ins offene „unkontrolliere“ Web boten.

Mit der Jahrtausendwende und der fortschreitenden Durchdringung des täglichen Lebens durch das Word Wide Webs, was auch eine technologische Entwicklung begünstigte, wurden Interaktionen auf Websites Gang und Gebe. Die Grenzen zwischen Informationsanbietern und Nutzern verwischten. User generierten selbst immer mehr Inhalte und der Communitygedanke wurde gestärkt. Grundlagen dafür lieferten leistungsfähigere Server und die für das Web passenden Skriptsprachen, zu denen auch PHP gehört (was PHP ist und wofür man es braucht, erfahren Sie im goneo-Glossar).

Nach über 35 Jahren Erfahrung mit dem Word Wide Web sind viele Dinge ausdifferenziert und ausprobiert worden. Es haben sich Quasi-Standards für die Anlage einer Website herausgebildet, die im Prinzip nirgendwo als verbindlich verankert worden sind, aber dennoch allgemein als Best Practises respektiert werden.

Das Word Wide Web ist heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und wird oft als disruptiv für viele Branchen und klassische Geschäftsmodelle bezeichnet. Es veränderte die Medien- und Arbeitswelt grundlegend. Die Art und Weise wie Menschen miteinander kommunizieren und Wissen vermitteln wurde dadurch neu definiert.

Jeder ist in der Lage eine Website zu betreiben. Niemand allerdings hat die Garantie, dass seine Website besucht wird. Die Zeit der großen und alles verändernden Experimente im Web scheint vorbei zu sein. Eine Website unterliegt defacto normativen Standards.

Die Art und Weise wie und warum Webuser mit ihrem Webbrowser eine bestimmte Seite aufrufen, hat sich sehr geändert. Früher spielten Portale eine Rolle, später Suchmaschinen, heute sind Soziale Plattformen und auch mobile Endgeräte neue Treiber für einen kommerziellen Erfolg im Internet.