1. Zielfestlegung


Überlegen Sie, welchen Zweck die Website verfolgen soll. Das ist die Frage, warum sie überhaupt entstehen soll. Die Frage mag banal erscheinen, aber Klarheit bei der inhaltlichen Ausgestaltung erleichtert die weitere Planung immens. Soll es eine Website sein, die Bilder (Fotografien) präsentieren soll? Wollen Sie Ihre Firma mit dem gesamten Leistungsspektrum darstellen? Versuchen Sie, Interessierten zu erklären, was Ihr Verein tut?


Auch wenn diese Fragestellung den Inhalt der Site im Blick hat: Design ist nicht inhaltsneutral. Sie können nur schwer für etwas ein Aussehen oder eine Form definieren, wenn Sie den Gegenstand nicht kennen. Im Schritt der Zielfestlegung fließen beide Komponenten, Form und Funktion zusammen.


Grundsätzlich wird man eine Website, die vorrangig das Ziel hat, Informationen aktueller Art zu einem bestimmten Thema zu verbreiten anders realisieren als einen Onlineshop oder eine Website, die einen Verein darstellt.


Unterschiedliche Ziele benötigen unterschiedliche Webapplikationen, also muss man richtig auswählen zwischen WordPress, das man für einen Blog einsetzt oder auch, um eine erklärende Seite zu generieren und zum Beispiel opencart, wenn man einen Onlineshop erstellen möchte.


Es kann vorkommen, dass sich die Ziele vermischen, zum Beispiel wenn man zusätzlich zu einem Onlineshop einen Blog führen möchte, weil man Lifestyleprodukte oder besonders erklärungsbedürftige Produkte vertreiben will. In diesen Fällen kann man durchaus zwei Anwendungen auf dem Webspace installieren, etwa WordPress und opencart parallel. Durch eine geschickte Anlage an Verzeichnissen oder Subdomains kann man beide Applikationen präsentieren ohne dass der User einen harten Übergang erlebt oder dass man WordPress so weit aufborhen muss, um damit Produktverkäufe zu ermöglichen (was dank der immensen Vielfalt an Plugins für WordPress durchaus möglich ist, zum beispiel mit WooCommerce). WordPress haben wir einen eigenen goneo-Glossar Artikel gewidmet.


Mittlerweile dominieren einige Anwendungen, insbesondere Content Management Systeme ganz klar. Über 20 Prozent aller Websites basieren auf WordPress. Daneben kommen mit relevanten Marktanteilen noch Joomla, Drupal oder auch TYPO3 in Frage. Im Onlineshop-Bereich stößt man oft auf kommerzielle Lösungen oder auf Magento, opencart, OSCommerce aus der Open-Source-Welt. Für Teamzusammenarbeit gibt es OwnCloud, für Wissensammlungen oder Foren entsprechende Anwendungen, die in ihrem Bereich dominieren, wenn auch nicht so deutlich.


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