Mischformen


Natürlich gibt es viele Mischformen und Sonderformate und Spezialseiten. Dennoch lassen sich die Ziele dieser Websites in den meisten Fällen einer der Kategorien zuordnen, die wir hier vorgestellt haben.


Der Zusammenhang zwischen Website-Typus und empfohlenem Hosting-Konzept


Die Antwort auf die Frage, welches Hostingpaket das richtige ist, ergibt sich im Prinzip aus der Idee der geplanten Seite: Statische Webseiten zur Selbstdarstellung benötigen im Minimalfall keine serverseitig ausgeführte Skriptsprache wie PHP und keine Datenbankanbindung. Es genügt Webspace, der mit einer Domain angesprochen werden kann.


Wenn es darum geht, dass online ein Formular angeboten werden soll, das der User ausfüllen kann, wobei die Inhalte intern per E-Mail an eine festgelegte Adresse geschickt werden sollen, genügt, dass ein kleines PHP - Skript ausgeführt werden kann. Wenn die Inhalte nicht per E-Mail übermittelt werden sollen, benötigen Sie eine Datenbank (MySQL), in deren Tabellen die Inhalte aufgenommen werden können.


Je stärker die Website auf die Eingaben des Users reagieren soll, wie es bei Webseiten mit Suchfunktion und Seiten zur Leadgenerierung der Fall ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Sie auf die Kombination aus PHP und MySQL verzichten können.


Blogs, Nachrichtenseiten und Shops sind ohne serverseitig ausgeführte Skripts nicht denkbar. Sie kommen nicht ohne Datenbanksysteme wie MySQL aus.


Zu einem Hostingangebot zu greifen, in dem Domainregistrierung, Webspace sowie PHP und MySQL bereits enthalten sind, ist immer eine gute Wahl. Doch das Vorhandensein dieser Merkmale ist nicht das einzige Kriterium: Je mehr Interaktivität dem User zur Verfügung gestellt werden soll, desto mehr muss der Server arbeiten, denn die Programmbefehle, die in PHP geschrieben sind, werden nicht etwa vom Browser, sondern vom Server ausgeführt. Nun kann man sich leicht vorstellen, dass mit steigender Interaktivität und steigender Useranzahl die Belastung für den Server steigt.


Sehr niedrigpreisige Webhostingpakete sind deshalb günstig, weil viele Websites auf einem physikalischen Server gelagert (gehostet) sind. Das ist während der meisten Zeit völlig unproblematisch. Etwa 95 bis 99 Prozent aller Websites werden nur ab und an besucht, so bitter wie das für den Websitebetreiber auch sein mag. Während der meisten Zeit liegen die Ressourcen also brach, so dass der Server sich während dieser Zeit um die Auslieferung anderer, ebenfalls im Mittel schwach besuchter Websites kümmern kann. Erst wenn aus welchen Gründen auch immer Nutzungsspitzen auftreten, kann es für die Serverkapazität eng werden. Der Server muss dann versuchen, die zur Verfügung stehende CPU Zeit möglichst gerecht unter allen Anforderungen aufzuteilen. Der Webseitenbesucher kann das dadurch merken, dass die angeforderte Seite langsamer als gewöhnlich ausgeliefert wird. Dies ist ein unschöner, nerven tötender Effekt, der vermieden werden sollte.


Größere, teurere Hostingpakete bieten nicht nur mehr Webspace und MySQL-Datenbanken.Es sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass durch einen massiven Zugriff auf eine Website in der Servernachbarschaft alle anderen mitgehosteten Sites leiden müssen. Sie müssen also bei der Wahl des Hostingpakets einen Kompromiss zwischen monatlichen Kosten und der Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Website möglichst schnell ausgeliefert werden wird, finden. Diese Entscheidung ist nicht einfach, da man am Anfang den Traffic auf der eigenen Site nicht kennt und die Auslastung des Servers durch die anderen Sites unbekannt ist. Performanceorientierte Website-Betreiber wählen hier zur Sicherheit das nächsthöhere Paket.


Wenn Sie zum Beispiel einen Onlineshop planen, ist es eher absurd, diesen auf einem Hostingpaket zu platzieren, das zur unteren Preiskategorie gehört. Es ist damit zu rechnen, dass in Hochbetriebszeiten wie den frühen Abendstunden die Seite zu langsam reagiert. Wenn Sie das Projekt bereits mit der Erwartung starten, dass ohnehin nur wenige User auf Ihrer Site sein werden und infolgedessen nur wenige User langsameren Seitenaufbau zu spüren bekommen werden, dann kann ihr Geschäftsmodell nicht funktionieren. So gesehen kann das Projekt dann nur eine Art Modell sein, um die Machbarkeit zu demonstrieren, aber Nutzerzuwächse aufgrund positiver Nutzererfahrung darf man dann nicht erwarten: Die Wiederbesuchs- und Weiterempfehlungsraten werden gering sein.


Wenn Sie planen, mehrere Websites parallel zu erstellen oder auch sollten Sie das nächst höhere Paket ins Auge fassen. Gleiches gilt, wenn Sie planen, neben dem eigentlichen Auftritt parallel auch Testinstallationen zur Überprüfung von Änderungen vorzuhalten.


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