Leadgenerierung


Man könnte diesen Webseitentypus als Erweiterung der Selbstdarstellungswebsite betrachten. Auf einer solchen Seite geht es darum, den Webseitenbesucher über das Unternehmen oder einzelne Produkte zu informieren, aber ihn auch dazu aufzufordern, seine Kontaktdaten zu hinterlassen, um einen Newsletter zu bestellen, einen Rückruf per Telefon anzufordern oder ähnliches. Mit entsprechendem Inhalt und Design kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass der User diese gewünschte Aktion tatsächlich ausführt.


Entsprechend wichtig ist das Design der Seite, während die Inhalte sich vielleicht nicht allzu oft ändern. Hier geht es stark um die Optimierung des ästhetischen Eindrucks, um intelligente Eingabeformulargestaltung und um eine klare Handlungsaufforderung auf der Seite („Call to Action”).


Oft kommen die Besucher solcher Seiten durch Anzeigen (Pay-per-Click-Anzeigen), Suchmaschinen-Werbung oder auch Fernsehwerbung auf die Website. Hier geht es dann noch darum, den aufmerksam gewordenen potentiellen Kunden zu überzeugen und zu einem Neukunden zu machen, man sagt auch, zu konvertieren.


Für die Erhebung von Daten wie die Erfassung von E-Mail-Adressen zwecks Newsletterversand und persönlichen Angaben (Vorname, Name, Postleitzahl) gelten einige Regeln, die gesetzlich verankert sind, insbesondere auch im Datenschutzrecht. Einschlägige Vorschriften sollte man vorher prüfen. In der Praxis löst man das Problem, sich ein Einverständnis des zukünftigen Empfängers von Newslettern einholen zu müssen, meist dadurch, dass man nach der Eingabe einer neuen Adresse durch einen User zunächst eine einfache Bestätigungsanfrage schickt. Diese erste Mail enthält in der Regel einen Link, auf den der Empfänger zur Bestätigung klicken soll. Erst wenn diese Bestätigung erfolgt, wird diese Adresse als Empfangsadresse des Newsletters verwendet. Dieses Verfahren ist auch als Double Opt-in-Verfahren bekannt.


Bei dieser Anforderung zeichnet sich bereits ab, dass zusätzliche Funktionen nötig sind, um ein solches Bestätigungsverfahren zu realisieren. Der Server muss eine E-Mail-Adresse entgegennehmen, abspeichern, eventuell soll die Eingabe auch schon auf Plausibilität hin untersucht werden (eine E-Mailadresse enthält ein @-Zeichen, mindestens einen Punkt und endet mit einer Top Level Domain wie "de", "com" oder "net"). Dann muss der Server automatisiert eine E-Mail versenden und auf den Klick zur Bestätigung warten.


Für solche Aufgaben eignet sich PHP zusammen mit MySQL gut. Allerdings muss man dies nicht selbst programmieren, da es sehr viele fertige Lösungen gibt, die in den verschiedenen Webanwendungen wie WordPress, Joomla, TYPO3 integriert sind oder integriert werden können (Plugins, Erweiterungen, Extensionen etc.). Dieses Beispiel soll illustrieren, dass die Wahl der "richtigen" Webseitenerstellungsmethode eng mit einer fertigen Webanwendung oder einem Rahmensystem zusammenhängt, welche wiederum unterschiedliche Anforderungen an die Hosting-Lösung stellen.

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