Neue Standardversion für PHP bei goneo im November 2018

Auf manchen Kundenaccounts bei goneo steht aktuell noch PHP in der Version 5.3 zur Verfügung. goneo hat diese Version bisher mitgeschleppt, da es einige Installationen auf Kundenwebspace gab, die partout nicht unter PHP 5.6 zum Laufen zu bringen waren. Also haben wir aus Kompatibilitätsgründen PHP 5.3 noch unterstützt. Dies wird ab November 2018 nicht mehr möglich sein. Zugleich wird PHP 7.1 die neue Standardversion bei goneo.

Das Problem: PHP 5.3 ist End of life und wird seit August 2014 nicht mehr weiterentwickelt. Von den Machern erhielt PHP 5.3 den Status „End of life“ und sollte daher nicht mehr verwendet werden. Bekannte und bislang unbekannte Fehler und Sicherheitslücken werden nicht mehr ausgemerzt. Auch PHP 5.6 droht ein solches Schicksal, wie du in der offiziellen Roadmap der PHP-Versionen erkennen kannst:
http://php.net/supported-versions.php
Wir können und wollen uns als Webhostinganbieter dem technologischen Fortschritt natürlich nicht verschließen und haben einen internen Fahrplan für die Integration neuer PHP-Version und Entfernung älterer Versionen, der natürlich an die offizielle PHP-Planung angelehnt ist. Ziel ist es auch, möglichst kompatibel mit bestehenden Anwendungen zu bleiben und Usern keine Updates aufzuzwingen, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Wenn du als Kunde bei goneo noch im Sommer 2018 eine oder mehrere Websites mit PHP 5.3 betrieben hast, hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit einige E-Mails von goneo erhalten, in denen die Abschaltung der Version 5.3 für den November 2018 angekündigt worden ist. Bald ist es so weit.
In diesem Artikel haben wir noch einmal einige wesentliche Informationen zusammengestellt. Darin findest du auch einige Fragen und Antworten zur Umstellung.
Mit dem nächsten Sammelupdate, das für November 2018 geplant ist, führt goneo auch eine neue Standardversion für PHP ein. Die Version 7.1 wird die Rolle von Version 5.6 einnehmen und in neu angelegten Webservern voreingestellt sein.
Auch Kunden, die aktuell PHP 5.6 verwenden, werden mit dem nächsten Sammelupdate, das wir noch genauer ankündigen, die Version 7.1 erhalten. Sollte es Probleme mit der Website oder der Webanwendung geben, kann man auf PHP 5.6 umschalten.

Einbindung PHP 7.1 als Modul  und PHP 5.6 sowie PHP 7.2 via CGI

PHP 7.1 ist mit dem Novembertermin bei goneo als Modul in den Apache-Webserver eingebunden. Bisher ist dies für PHP 5.6 der Fall. Kunden von goneo-Webhostingprodukten können nach dem Update statt der Version 7.1 auch PHP 5.6 oder PHP 7.2 verwenden. Dabei gibt es technisch einen Unterschied, den man beachten muss, wenn es darum geht, bestimmte Parameter für die PHP-Version zu verändern.
Die Releases 5.6 und 7.2 werden über CGI (Common Gateway Interface) angesprochen. Daher ist die Handhabung etwas anders, als wenn PHP 7.1 eingesetzt ist für den Fall, dass  PHP-Konfigurationen individuell verändert werden sollen. Typischerweise verändern User das Memory Limits oder erhöhen die maximalen Größe für hochzuladende Dateien.
Bei PHP 7.1 ändert man die Parameter per htaccess-Direktive, bei den CGI-Varianten 5.6 und 7.2 mit der Datei php.ini.
Auf der offiziellen PHP-Seite gibt es eine ausführliche Dokumentation über die Migrationen, d.h. Übergänge einer 5.x-Version zur nächsthöheren. Damit kann man nachverfolgen, welche Änderungen diese Migrationen mit sich brachten und welche Schritte empfohlen worden sind. Zudem sind neue und weggefallene sowie „missbilligte“ (engl.: „deprecated“) PHP-Funktionen aufgelistet und erklärt.

2 Antworten auf „Neue Standardversion für PHP bei goneo im November 2018“

  1. Den Schritt finde ich schade.
    Ich bin dazu gezwungen ewig an meinem System nachzubessern bzw. jetzt dadurch, dass man auch PHP 5.6 irgendwann einstellen möchte einen vergleichbaren Hoster zu suchen der solche Spielchen nicht treibt. Es nur abzuschalten weil es nicht mehr weiter entwickelt und somit unsicher wird, halte ich für das Problem der Kunden. Denn es tingeln auch viele alte Systeme im Netz rum die steinalt sind und trotzdem nicht gehackt wurden. Wer bitte käme auch heute noch drauf für Windows 2000 Viren oder Trojaner zu basteln? 😉

    1. Die Sensibilität gegenüber potentiellen Bedrohungen im Digitalen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Auch Datenschutzgesetze fordern, eigene System nach dem Stand der aktuellen Technologie zu schützen. Das schließt auch ein, neue Entwicklungen aufzugreifen und zu implementieren.
      Im Hostingbereich nutzen wir viele System und Software, die von unabhängigen Organisationen angeboten werden. Dies ist auch bei PHP der Fall. Die Entwickler von PHP haben sich entscheiden, die Hauptversion 5 nicht fortzusetzen, sondern ein PHP 7 anzubieten. Diese Planung wurde in einer Roadmap vor längerer Zeit schon veröffentlicht. In der Folge wird es keine Aktualisierungen mehr für den letzten Release unter Hauptversion 5, PHP 5.6 geben. Dafür entstehen neue Releases unter PHP 7. Hier manifestiert sich die technische Entwicklung. Es ist auch beobachtbar, dass die Releasezyklen sich beschleunigt haben und einer festeren Struktur folgen als dies in der Vergangenheit der Fall war. Viele Anwendungsentwickler bauen auf die Roadmaplanungen der Lieferanten der Basistechnologie auf.
      Wenn kaum jemand Viren oder Tojaner für Windows 2000 neu programmieren wird, liegt das daran, dass Windows 2000 nicht mehr sehr verbreitet ist, weil es irgendwann Windows XP, 7, 8 .. 10 gab und die Anwender umgestiegen sind.
      Im Hostingumfeld sind unsichere Kundensysteme nicht nur ein Problem der Kunden. Gehackte Systeme auf geteilten Servern konsumieren über Maß Ressourcen und ziehen die Servernachbarschaft in Mitleidenschaft, was sich in Performanceinstabilitäten niederschlagen kann. Man sollte keine Systeme anbieten oder betreiben, die per se und wissentlich Angriffsflächen bieten. Das wäre fahrlässig. Es ist damit zu rechnen, dass andere Anwender geschädigt werden. Dies ist zu vermeiden.
      Wir sehen den Aufwand auf Kundenseite, der sich aus Updates und Releasezyklen, die man selbst nicht unter Kontrolle hat, ergibt. Leider werden aus der Natur der Sache heraus an existierenden Systemen (auch auf Kundenebene) immer wieder Wartungsarbeiten und Weiterentwicklungen notwendig. Dies ist ein dynamischer Prozess, der wohl nicht enden wird, so lange ein System „lebt“. Wird zum Beispiel eine Website längere Zeit nicht erneuert, ist dies meist ein Anzeichen dafür, dass die Relevanz dieser Site geschunden ist.
      So wie man heute kaum noch (es mag kuriose Ausnahmen geben) Hostinganbieter findet, die PHP 4.x als Skriptsprache anbieten, muss man damit rechnen, dass auch PHP 5.6 aus dem Markt verschwinden wird. Bei goneo haben wir eine sehr lange Zeit noch PHP 5.3 angeboten, um einigen Kunden Neuinvestitionen in bestehende, aufwendige Anwendungen zu ersparen. Letztlich verzögert man aber nur das Unvermeidliche. Dazu muss man sagen, dass seinerzeit die Releaseplanung von PHP und den Anwendungsentwicklern für CMS- oder Shop-Applikationen wesentlich fluider war, um es so auszudrücken. Dies ist mittlerweile viel planbarer.

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