Zukunft des Webs: Was wird in 2022 und danach?

Wie sieht die Zukunft des Webs aus? Warum es sich auch heute lohnt, eine eigenen Website zu betreiben. Erfahrungen aus 15 Jahre goneo.

15 Jahre goneo (2006-2021)Seit 15 Jahren gibt es goneo. Rechnen wir die Vorläufermarke mit hinzu, sogar noch etwas länger. Seither hat sich einiges verändert. Das gilt für die Hardware und die Software. 

In den Anfangsjahren von goneo war für unsere Userinnen und User Joomla das Content Management System der Wahl. Auch WordPress gab es schon. Doch die Idee von WordPress war damals ausschließlich, Blogs damit zu realisieren.

Ein „Web-log“, kurz: Blog, war eine chronologisch angeordnete Sammlung an kurzen bis langen Texten („longreads„) mit vielleicht einigen Bildern oder Grafiken. In diesen Blogs haben Autorinnen und Autoren oft über Weltanschauungen, ihr Expertenwissen, Ereignisse oder bestimmte Interessen geschrieben.  Die Blogosphäre war bedeutsam für die Zukunft des Webs und die Entwicklung der Medienlandschaft allgemein.

WordPress ist der große Gewinner im Wettlauf der Open Source Content Management Systeme

Erst später entwickelte sich WordPress zu einem multifunktionalen Content Management System. WordPress überholte alle anderen Systeme. 

Heute ist es erste Wahl, um eine eigene Website zu produzieren. Nach aktuellen Daten laufen mehr als 40 Prozent aller Websites mit WordPress. Zur Zeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Dominanz von WordPress demnächst gebrochen wird. WordPress ist sicher der Gewinner der Open-Source-Content-Management-Anbieter.  

WordPress gehört offenbar die Zukunft des Webs. Anteile der Content Management System im WWW: WordPress hat einen Anteil von 43%, dann folgen Shopify, Wix, Squarespace, Joomla. Der Rest ist longtail
Anteile der Content Management System im WWW: WordPress hat einen Anteil von 43%, dann folgen Shopify, Wix, Squarespace, Joomla. Der Rest ist longtail, Stand: Ende Dezember 2021, Quelle: https://w3techs.com – Basis: Analyse von zehn Millionen der besucherstärksten Websites weltweit nach alexa.com
RangCMS Nutzung
1WordPress43.2%
2Shopify4.4%
3Wix1.9%
4Squarespace1.8%
5Joomla1.7%
Prozentuale Anteile der Top 5 Content Management Systeme im Dezember 2021. WordPress erreicht nun deutlich über 40 Prozent bei steigender Tendenz. Auf Rang drei und vier folgenen Homepagebaukästen. Quelle: https://w3techs.com

Die Marke goneo ist seit jeher in erster Linie ausgerichtet auf eine Zielgruppe auserichtet: Auf User und Userinnen, die mit eigenem Know-How eine eigene Website erstellen und betreiben wollen. In den frühen goneo-Jahren war das anders. Damals sahen wir noch viele Userinnen und User, die in HTML handcodierte Webseiten hochgeladen haben. Oft ging es ihnen auch nur darum, die Technologie auszuprobieren, zu lernen. Das World Wide Web war noch jünger. Die Zukunft des Web war offen.

Web 2.0

Wie das Web über die Zeit gewachsen ist, lässt sich anhand der Anzahl der registrierten Domainnamen veranschaulichen. Ab dem Jahre 2000 erlebte das Web einen regelrechten Boom. Dieser hat sich 2011 und 2012 dann etwas abgeflacht. Im weiteren Verlauf wurde die Kurve flacher. Zeitweise sahen wir sogar einen leichten Knick nach unten. Seit 2021 sieht man die Registrierzahlen wieder im Aufwind.

1992199419961998200020022004200620082010201220142016201820202022Datum02,000,0004,000,0006,000,0008,000,00010,000,00012,000,00014,000,00016,000,00018,000,000 Anzahl

Um die Jahre 2008 bis 2010 sprach man viel vom Web 2.0. Damit war ein höherer Grad an Interaktion und Dynamik möglich. Man nannte das Web 2.0 auch das „Mitmach-Web“. Es eröffnete neue Perspektiven und änderte die Zukunft des Webs.

Das verdeckt allerdings, dass auch in früheren Tagen Usereingaben mit einem Skript verarbeitet werden konnten. Die Daten wurden über das Common Gateway Interface (CGI) ausgetauscht. Ohne Programmierkenntnisse war da aber wenig zu machen. Dies ist mit PHP deutlich einfacher geworden.

Ein kleiner Paradigmenwechsel war, dass neuere Webangebote nicht mehr statisch waren. Die kommunizierten nicht mehr in erster Linie in einer Einbahnstraße mit den Nutzern. In den neuen Websites war der User bzw. die Userin aufgefordert, sich mit Texten, Kommentaren, Uploads und anderen Inhalten wie Video zu beteiligen.

PHP und MySQL

Die Bedeutung von PHP für das Web ist immer weiter gestiegen. Ohne PHP, einer Weiterentwickelten Idee von Rasmus Lerdorf (hier in einem Podcast-Interview, auch mit Aussagen zur Zukunft des Webs) und ohne eine Datenbanktechnologie wie MySQL wären weder Joomla noch WordPress denkbar. Sie entstanden überhaupt erst dank dieser Open-Source-Technologien. Das gilt auch für eine lange Reihe anderer Webanwendungen. Die Weiterentwiclkung von PHP aus einer CGI-Sammlung zu einer Programmiersprache war entscheidend für die Zukunft des Webs.

Viele sind heute dieser damals innovativen Webanwendungen bedeutungslos geworden. Man muss sich fragen, warum. Ein Paradebeispiel ist etwa Coppermine

Coppermine ist eine Webanwendung, zur Organisation und Präsentation von Bildern im eigenen Webspace. Wir sahen die Veränderung an jährlichen clickStart-Installationszahlen, dass die Nutzung immer weniger wurde. Updates folgten immer spärlicher.  

Öffentliche Dienste und „social media“

Inzwischen bringen Desktop-Betriebssystem und Smartphone-Ökosysteme von Haus aus eine Bilder- und Medienverwaltung mit. Eine webbasierte Anwendung wie Coppermine ist inzwischen obsolet.

Dazu kamen öffentliche, zunächst kostenlos nutzbare Dienste. Es handelte sich um Speicherservices oder Kalender, die auch schon mit To-do-Listen-Funktionen oder Notizanwendungen verknüpft waren.

Bei genauerem Hinsehen waren diese Services nicht wirklich gratis. Entweder war der Dienst werbefinanziert oder datenfinanziert. Letzteres bedeutet, der kommerzielle Anbieter nutzt die Daten der User. Damit bindet er sie an das kostenpflichtige Hauptprodukt oder an die Marke. Oder mit Hilfe der hochgeladenen Userinhalte werden neuronale Netze für maschinelles Lernen trainiert. 

Und aus Sicht der Plattformanbieter ist das wie eine Goldgrube. Was durch die Milliarden Userfotos so an Daten mitkommt: Die GPS-Koordinaten, Gesichter, Szenerien. 

Oft wandelten sich kostenlose Angebote in kostenpflichtige. Infolgedessen sind einige Open-Source-Replacements entstanden. Online-Notizbücher sind ein Paradebeispiel dafür.

Zudem haben wir bei goneo die Erinnerung an Zeiten, in den Webseitenbetreiber und –betreiberinnen fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht haben, Chats auf der eigenen Website zu realisieren. Aerial Chat war so eine Anwendung, die heute irrelevant ist. 

Wohin entwickelt sich also das Web? 

Das Web ist immer noch eine hervorragende Benutzeroberfläche für alle möglichen Anwendungen, sogar für E-Mail und Messengerdienste. 

Als Erfinder und treibende Kraft gilt Tim Berners-Lee. Hier ist Berners-Lee in einem Beitrag bei bosch.com portraitiert, in dem er sich auch zur Zukunft des Web äußert.

Das Web ist das Interface für viele Services. Dennoch stellt sich die Frage: Wer braucht zum Beispiel Webmail? E-Mails lassen sich natürlich mit eigenen Clients völlig unabhängig vom Web handhaben. Aber mit Webmailern wie Roundcube gewinnt man Komfort und Flexibilität.  

Insgesamt hat sich die Nutzung von einst typischen Web-Inhalten stark in zwei Richtungen verschoben: Einerseits auf Smartphones mit sehr kleinen Bildschirmen, andererseits auf große Bildschirme, gerade für unterhaltsame Bewegtbildinhalte. Auch das beeinflusst die Zukunft des Webs.

Diese Inhalte werden, zusammen mit Hardware, von multinationalen Konzernen bereitgestellt:  Facebook, (mit Instagram, WhatsApp), Apple, Amazon und Google (mit Android). Neben dem offen Word Wide Web entstanden einige sehr mächtige Ökosysteme. 

In westlichen Staaten stehen die kommerziellen Ziele im Vordergrund. In Staaten mit kollektivistischen und restriktiven Gesellschaftssystemen ist man bestrebt, stärker zu kontrollieren, sich abzuschotten. Das Ergebnis its, dass man eigene, konkurrenzfähige Angebote schuf. 

In China gibt es Alibaba und WeChat (nicht zu verwechseln mit dem IRC-Client WeeChat), das dort offenbar wichtiger ist als das World Wide Web. Nichtchinesische Websites haben es hinter der Großen Firewall recht schwer. In Russland spielen nationale Anbieter wie Vkontakte eine wichtige Rolle. In Europa verlässt man sich eher auf die amerikanischen Anbieter und deren Lösungen.  

2013 hat wurde dank eines ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters der NSA, CIA und DIA, Edward Snowden bekannt, in welchem Ausmaß amerikanische Geheimdienste internationale digitale Kommunikation abhören und auswerten. Der Einfluss auf die Zukunfts des Webs war groß.

In der Folgezeit entstand nämlich eine neue Sensibilität im Umgang mit personenbezogenen Daten.

https://www.researchgate.net/publication/275019554_The_Consequences_of_Edward_Snowden_NSA_Related_Information_Disclosures

Künstliche Intelligenz

Maschinelles Lernen, überhaupt künstliche Intelligenz, macht es möglich, in sehr großen Datenmengen Muster zu erkennen, Kategorien, Cluster und Gruppen zu bilden. Dank günstigerer und leistungsfähiger Hardware entstanden riesige Computerfarmen mit hundertausenden an Servern.

Die Kapazitäten waren und sind weltweit verstreut. Zugleich stieg die Leistung der Datennetze auf globaler Ebene. Dadurch konnte man weit entfernte Kapazitäten anbieten. Das ging ohne den Nutzern konkret sagen zu müssen, wo genau ihre Daten gespeichert sind oder verarbeitet werden. Es entstand ein Riesenangebot an Cloud-Services. 

Zunächst nutzten Privatleute wie Unternehmen die neuen günstigen und skalierbaren IT-Ressourcen. Das Serverrack in der Firma wurde abgeschafft und die Workloads in die Cloud verlagert. Hinzu kamen viele Microservices, die in der Cloud Funktionen bereitstellen, die man immer wieder braucht: Fertige Neuronale Netze zum Beispiel, die man mit eigene Daten füttert , um sie zu trainieren. 

Der Weg aus der Cloud zurück, „on premise“

Inzwischen hat eine Gegenbewegung eingesetzt, so dass zumindest ein Teil der Workloads mit besonders sensiblen Daten ins eigene Haus zurückgeholt wird. 

Für die Zukunft ist weiter damit zu rechnen, dass die Services sich weiter ausdifferenzieren, ML-Prozesse leistungsfähiger werden und die Verarbeitungs- und Speicherkapazitäten im klassischen Computing steigen. Ob sie weiter günstiger werden, darf bezweifelt werden. Diese Datacenter sind hungrige Stromfresser. Und elektrische Energie wird angesichts der Klimaschutzbemühungen teurer. 

Dass wir demnächst mit Quantencomputern im IT-Alltag zu tun haben werden, darf man für 2022 noch nicht erwarten. Zwar gibt es Konstruktionen, die für sehr spezielle immense Rechenaufgaben klassische Computer schlagen und damit die Quantum Supremacy erreicht haben. Nur handelt es sich um fast speziell für diesen einen Zweck hergestellte Quantencomputer.

Die prinzipielle Idee ist, Quanten zu verschränken, was eine sehr heikle, wenig stabile und im Betrieb fehlerbehaftete Angelegenheit ist. Daher gelingt es noch nicht, genügend Qubits zu generieren, die für lebennahe Anforderungen ausreichend wären. 

Youtube Video von Sabine Hossenfelder zu Quantumcomputing und die verschiedenen technologischen Ansätze.

Wir werden also noch einige Zeit mit binär arbeitenden, klassischen Servern zu tun haben. Dabei wird es wohl ein ausbalanciertes Nebeneinander von Workloadabarbeitung „on premise“ und „in der Cloud“ geben. 

Jedes Gerät kommuniziert über die Cloud, bezieht daher seine Funktionalität. Das geht bis hin zur heimischen Lampe an der Decke, die im WLAN hängt und sich per App aus der Ferne steuern lässt. 

DSGVO und ePrivacy 

Die Gegenbewegung zur Datensammelei, –verarbeitung und -nutzung aus Europa und insbesondere auch aus Deutschland hieß Datenschutz. Inzwischen leben wir mit einer Datenschutzgrundverordnung, die in der gesamten Europäischen Union gilt. Personenbezogene Daten zu erheben, ist im Prinzip nicht erlaubt, es sei denn, man hat ein berechtigtes Interesse. 

Das hat einige unkomfortable Seiteneffekte mit sich gebracht, etwa die Einführenung von obligatorischen „Datenschutzhinweisen“ mit filigranen Erklärungen, welche Daten warum, wie und auf Basis welcher Berechtigung erhoben werden. Ähnlich ist es mit der EPrivacy-Richtlinie der EU. Ihr ist es zu verdanken, dass man vor dem Besuch einer Webseite gefragt wird, ob überhaupt und wenn ja, welche Art von Cookies geschrieben werden dürfen.  

Will man solche Funktionen nutzen, wie beispielhaft mit der Smart-Home-Steuerung erwähnt, bleibt zur Zeit nichts anderes übrig, als den Technologieanbietern die Einwilligung zur Verarbeitung der Daten zu geben. 

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 war insbesondere von Seiten der FDP zu hören, man habe Interesse daran, den Datenschutz ein wenig neu und anders zu regeln. Im Programmtext ist die Rede davon, den bürokratischen Aufwand zu senken. Zudem ginge es den Liberalen auch um eine „Datenpolitik, die den Prinzipien von Selbstbestimmung über die eigenen Daten und Wettbewerb“ diene sowie Innovationen ermöglichen würde. 

Digitale Corona – Effekte

2020 und 2021 waren Jahre, die im Zeichen der Corona-Pandemie standen. Prägend waren die lockdownähnlichen Verordnungen der Behörden zum Infektionssschutz. Läden, Restaurants, Cafés, Bars und Clubs mussten zeitweilig schließen. So waren die Betreiber und Betreiberinnen gezwungen, sich nach anderen Vertriebs- und Lieferwegen umzusehen. Zudem musste man auch mit Kunden und Interessenten in Kontakt blieben. 

In Firmen und Büros gingen etliche Mitarbeiter ins Homeoffice. Damit entstand ein immenser Bedarf an Kommunikationsmöglichkeiten und  Plattformen für Zusammenarbeit. 

Wenn man solche Tools für Kommunikation und Kollaboration erst entdeckt hat, wird man sie beibehalten. Diese Technologien sind mit Corona gekommen um zu bleiben. Ladenbesitzer verkaufen im eigenen Shop ihre Waren (zusätzlich) online. Kneipiers und Restaurants liefern Essen in die Kunden und Kundinnen in Quarantäne. Eventveranstalter versuchen mit Streams das Publikum bei Laune zu halten. Sie hoffen, damit entsteht Vorfreude auf Post-Corona-Zeiten. 

Wo spielt hier die eigene Website eine Rolle und ist es angesichts der absehbaren Zukunft des Webs eine gute Idee, in eine eigene Website zu investieren? 

Wie lange die Pandemiesituation noch andauert und sogar das Jahr 2022 bestimmen könnte, wissen wir nicht. Die Lage ist schwer abschätzbar. Man darf davon ausgehen, dass auch 2022 Situationen eintreten, in denen kontaktloser Handel, also Onlinehandel eine große Rolle spielt. Betreiber von Geschäften werden darauf angewiesen sein, online mit Interessenten und Kunden besser kommunizieren zu können. 

Die für den stationären Innenstadthandel wichtige Laufkundschaft muss weiter online adressierbar sein. Dafür braucht man entsprechende Tool, wie etwa eine funktionale und attraktive Website. Waren und Dienstleistungen müssen umfassend dargestellt werden. Es wird nicht reichen, sich in lokalen oder regionalen Portalen zu engagieren und gar nur in Social Media Umfeldern.   

Die eigene Website und soziale Medien 

Das Angebot an Diensten, die von usergenerierten Inhalten lebten, hat sich ausdifferenziert. Soziale Netzwerke nennt man diese Services deswegen, weil sie auf den Effekt setzen, dass deren User Inhalt einstellen, auf die dann andere User und Userinnen reagieren. Dies geschieht durch Kommentierung, Weiterleitung oder einfach nur durch die Signalisierung von Zustimmung oder Ablehnung. Als User oder Userin kann man anderen Einzelpersonen oder Organisationen „folgen“, in dem Sinn, dass man über neue Aktivitäten von ihnen informiert wird. Folgen sich zwei Parteien gegenseitig, spricht man in diesem Kontext von einer Freundschaftsbeziehung.

Diese Eigenschaft, sich Netzwerkeffekte zunutze zu machen, fehlt dem World Wide Web. Zwar sind Informationen mittel Hyperlinks vernetzbar. Allerdings findet man Informationen eher über eine Suche.

Zukunft des Webs: Bleibt Google Suchanbieter Nummer eins?

Google arbeitet weiter daran, Informationen so bereit zustellen, dass suchende User an sich nicht mehr auf die eigentliche Webseite durchklicken müssen. Das wesentliche steht schon auf der Suchergebnisseite. Google aggregiert die verschiedenen Informationslieferanten immer stärker. 

Das wird auch für die Zukunft des Webs bedeutend sein und sich verstärken. 

Das große Manko ist dabei, dass die Betreiber der sozialen Plattformen ihre eigene Agenda verfolgen. Für sie ist der usergenerierte Inhalt Mittel zum Zweck. Und Zweck ist ausschließlich die Verfolgung wirtschaftlicher Ziele, sprich: möglichst zielgruppengenau Werbung ausspielen zu können. 

So kann jedes soziale Netzwerk die Sichtbarkeit des usergenerierten Contents killen, verschieben, hoch- oder herunterstufen, ganz nach Belieben. 

Was, wenn die das soziale Netzwerk deine Sichtbarkeit killt?

Was aber auch klar ist, und das umso mehr für die nächsten Monate: User-generierter Content in sozialen Medien ist für viele User attraktiv. Gerade hat tiktok.com Tante Google von Platz 1 der meistbesuchten Websites abgelöst. Das gilt zumindest. wenn man einer Analyse des CDN-Anbieters Cloudflare folgt. Nach Content zu suchen ist offenbar „so 2020„.

Dennoch: Einzelne User und Userinnen können viele Follower auf sich vereinigen, indem sie immer weiter neuen Content nachschieben. Diesen Traffic zu monetarisieren, wird stets eine Herausforderung sein. Influencer und Influencerinnen halten ausgewählte Produkte in die Kamera und beschreiben, wie toll diese sind. Über Bestellungen werden die Klicks mittels Affiliatenetzwerke oder direkt (etwa mit Rabattcodes) getrackt. Bei einem Kauf oder einer Registrierung winkt eine Provision. 

Der Erfolg ist extrem abhängig von der Sichtbarkeit auf der jeweiligen Plattform. 

Eine Sonderstellung nehmen Plattformen wie onlyfans ein. Dort lässt sich der Content besonders gut vermarkten. Wer die Inhalte sehen will, muss ein kostenpflichtiges Abo abschließen.  

Diese Plattform ist besonders für Anbieter und Anbieterinnen von pornografischen Inhalten attraktiv. Dies stößt in vielen Regionen der Welt und bei bestimmten Gruppen auf Missfallen. Daher kann man nicht ausschließen, dass solche Pressure Groups darauf hinarbeiten, dass Kreditkartenanbieter und anderen Zahldienstleister diese Plattform ausschließen. Bei bekannten Pornsites ist dies bereits vorgekommen. 

Unter’m Stich lässt sich sicher sagen, dass Social Media Userinnen und User diese Angebote zur Unterhaltung nutzen. Dies wird wohl auch 2022 so bleiben. Man darf damit rechnen, dass Tik Tok, aber auch Messengerdienste wie Telegram nach Monetarisierungsmöglichkeiten suchen. Zielgerichtete Werbung, programmatic advertising, bietet sich da an. 

Fazit: Eigene Website erfolgreich betreiben – warum es sich lohnt und wo die Chancen sind

Als Content Management System erster Wahl hat sich WordPress herauskristallisiert. Eine sehr große Entwicklercommunity steht hinter dem Open-Source-Projekt. Allerdings darf man nicht übersehen, dass zu WordPress ein großes Ökosystem existiert, das  nicht mehr nur auf freiem Code aufgebaut ist. 

Die nichtkommerzielle und die kommerzielle WordPress-Welt

Ganz im Gegenteil: Der kommerzielle Arm, wordpress.com, wird von der Firma Automattic Inc. betrieben und gehört mehrheitlich einem der Gründer von WordPress, Matt Mullenweg. Zudem gibt es eine personelle Verzahnung der Open-Source- und der kommerziellen Bereiche. 

Die WordPress-Software selbst und einige Themes (Templates) und Plugins (Erweiterungen) sind wegen der Open-Source-Lizenz kostenlos nutzbar. Einige wichtige Plugins jedoch werden von Automattic Inc. Herausgegeben. Dazu gehören die Toolsammlung Jetpack, die jede WordPress-Site an wordpress.com anbindet sowie WooCommerce, mit dem sich Produkte vertreiben lassen. Auch WooCommerce funktioniert nicht ohne wordpress.com-Registrierung.

Dazu ist zu bemerken, dass die Registrierung bei wordpress.com an sich kostenlos ist. Dies könnte sich in jedoch ändern und die Zukunft des Webs beeinflussen. Derzeit deutet allerdings noch nichts konkret darauf hin. 

Auch WordPress wird komplexer

Viele Erweiterungen von WordPress zielen darauf ab, mehr Darstellungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dies soll ohne Code zu schreiben realisierbar sein. Der Einsatz solcher Plugins führt aber dazu, dass der Umgang mit WordPress durchaus komplexer wird und mehr Einarbeitung erfordert. 

Zudem arbeitet WordPress nach dem Prinzip, dass eine angefragte Webseite erst in dem Moment generiert wird, in dem sie angefragt wird. Dies benötigt Zeit. Will man diese Zeit verkürzen, ist Caching eine Möglichkeit. Andere Optionen sind, ein Content Delivery Netzwerk einzusetzen oder mehr Serverressourcen bereit zu stellen. 

Deine Chance: Schnell und einfach eine Website erstellen mit easyPage von goneo

Was die Zukunft des Webs angeht, muss man davon ausgehen, dass gut die Hälfte aller Websites mit WordPress realisiert wird. Als Alternative könnte man an Joomla denken, das mittlerweile in Hauptversion 4 vorliegt. Auch Joomla lässt sich eigentlich immens erweitern in seiner Funktionalität, doch fehlt dahinter die Größe der Community, die WordPress vorzuweisen hat. 

Außerdem scheint Joomla nicht auf einen umsatzgenerierenden Betreiber der Software zurückgreifen zu können. Hosted-Joomla-Angebote mag es geben. Sie spielen auf der großen Skala nicht die Rolle einer Firma wie Automattic Inc.

Als Alternative zu WordPress, gerade für Do-it-Yourselft-Webmaster, gibt es Webbuilder. Die sind im Prinzip Homepagebaukästen, die fertige Webseites erzeugen können. Dafür sind im Minimalfall bedeutend weniger Usereingriffe nötig. 

easypage ist der Name des Webseitenbaukastens bei goneo. Preislich ist das Produkt mit 4,95 Euro pro Monat hochattraktiv. Damit gelingt auch Einsteigern der Start einer eigenen Website in kurzer Zeit.

Vorlagen anpassen, Website schnell realisieren ohne Coding

In der Regel beginnt der Aufbau einer eigenen Website damit nicht bei Null. Statt dessen stehen fertige Vorlagen bereit. Diese sind oft schon mit Bildern, Grafiken und einigen allgemeinen Texten gefüllt. Man muss diese Vorlagen nur noch anpassen. Das erspart das Erzeugen des ganzen Designs. 

Der damit verbundene Nachteil ist die Gefahr, dass eine Website wie die andere aussieht. Allerdings ähneln sich Websites ohnehin mehr oder weniger. Grund dafür ist, dass sich einige Konventionen und ungeschriebene Regeln etabliert haben. Diese sind in den Vorlagen der Webbuilder eingeflossen. Dem Anwender oder der Anwenderin bleibt die Variation von Farben, Schriftarten oder der Anordnung diverser Elemente. Natürlich kann man Bilder und Texte beliebig verändern. 

„From scratch“ erstellt man heute kaum noch eine Website. Dies wird in nächster Zukunft sicher so bleiben. Man darf auch davon ausgehen, dass der Webseitenerstellungsprozess noch ein Stück automatischer wird und noch weniger Zeit beansprucht. 

Die Webseite sollte einen klaren Auftrag haben

Wenig automatisieren lassen sich die Aktualität und Qualität der Inhalte. Man kann davon ausgehen, dass Websites stärker als bisher daran gemessen werden, wie gut sie ihren Zweck eigentlich erfüllen. Das könnte die Effizienz der Umsetzung von Interessenten in Kunden oder Abonnenten sein. Als Maß könnte man auch verwenden, wie gut sich Userinnen und User, die die Site besucht haben, an zentrale Aussagen erinnern oder die Marke in Erinnerung behalten. 

Im Laufe der Jahre hat sich die Bedeutung einer Website verschärft, im Sinne von: konkretisiert. Die Website hat eine Mission, einen klaren Auftrag. Sie soll verkaufen, eine Marke bekannt machen und erklären, News transportieren oder Service bieten. Leute, die mit Inhalten experimentieren, tun dies heute eher in sozialen Netzwerken.   

Spracheingabe und Assistenten: Sind sie die Zukunft des Webs?

Insgesamt wird sich nach Meinung von Webprofessionals wie Karl Kratz die Art und Weise, wie Menschen mit Computern interagieren verschieben. Und zwar von einer Text-Bild-Oberfläche – egal ob Desktop-Webbrowser  oder Smartphone-App – hin zu einer Sprachschnittstelle. Siri, Alexa, Cortana und andere Assistenten könnten wichtiger werden

Das kann gerade bei serviceorientierten Inhalten einschlägig werden. Die Informationen werden zwischen Mensch und Maschine mehr und mehr sprachlich-verbal ausgetauscht, weniger visuell-grafisch oder bildhaft. Dies könnte ein Trend sein oder einen Paradigmenwechsel andeuten. 

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