Matomo-Release 3.8 jetzt mit clickStart auf goneo Webspace installieren

Mit Matomo 3.8 bietet die Open-Source-Welt eine Alternative zu kommerziellen Anbietern. Bildquelle: Matomo Website. Die Software, die auf eigenen Webspaces oder Servern installiert wird, bietet statistische Einblicke in die Besuchergewinnung, analysiert das Userverhalten und bietet somit eine Basis, datengestützte Entscheidungen für die Ausgestaltung der Website zu treffen.

Die Macher der Open-Source-Analysesoftware Matomo – früherer Name: „Piwik“ -legen eine neue Version vor, die nun auch ganz einfach bei goneo als clickStart-Anwendung installiert werden kann. Matomo ist eine Alternative zu sogenannten proprietären Angeboten wie Google Analytics, Adobe Analytics, Quantcast oderWebtrekk. Release 3.8 bringt Neuerungen in Sachen Sicherheit, Usability und Performance.

Mehr Sicherheit

Mit Matomo 3.8 führt das Team um Matthieu Aubry (hier ein Interview mit ihm, in dem er auch die Zukunft von Matomo wie er sie sich vorstellt, umreißt) einige neue Sicherheitsfeatures ein. Die bemerkenswertesten davon sind sicher die Begrenzung fehlgeschlagener Anmeldeversuche und die Möglichkeit, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzuschalten.

Neben den augenfälligen Erweiterungen der Sicherheitsfunktionen wurden auch einige Verbesserungen im Code erledigt, auch, um die Gefahr der nicht seltenen Cross-Site-Scripting-Angriffe weiter zu entschärfen. Daher wird allen Matoma-Anwendern dringlich empfohlen, die neue Version zu verwenden. Die Matomo-Macher taggen dieses Release, mit dem 207 Fehlertickets von 20 Contributors erledigt worden sind, daher auch als „critical“. Die Datenbankstruktur wurde diesmal nicht verändert, so dass ein Update aus einer früheren Matomo-Version keine großen Schwierigkeiten bereiten sollte.

Mehr Funktionen und bessere Usability

Viele Anwender dürften sich danach gesehnt haben, eine komfortable Möglichkeit zu haben, den Zeitraum der grafischen Darstellung (Kurven) diverser Zeitreihen zu verändern.

Auch der Transition-Report ist nun leichter zugänglich. in der deutschen Version heißt der Menüpunkt „Übergänge“.

Mit dem Transitionreport lässt sich nachvollziehen, wie der Fluss der Besucher durch die verschiedenen Seiten aussieht. Dabei werden verschiedene Quellen unterschieden, je nachdem ob es sich um eine interne Besucherwanderung handelt oder ob die User Verweisen (externen Links) gefolgt sind. Bildquelle: matomo.org

Schön ist es auch, dass ein Tool, mit dem sich Kampagnenlinks für matomo auf einfache Weise generieren lassen, nun in die Anwendung eingebaut ist. Bis dato musste man dies auf der matomo.org Website erledigen.

Screenshot des Tool, mit dem sich Kampagnen-Trackinglinks erzeugen lassen. Dies ist nun in der Matomo-Anwendung integriert.

Mit der Berechtigungsstufe Admin lassen sich nun Dashboards austauschen. Bisher war dies den „Super Usern“ vorbehalten. Super User erhalten mit Release 3.8 nun einen Diagnosebericht über Trackingfehler, die nun auf einer eigens eingerichteten Seite analysiert werden können.

Der große Vorteil an Matomo im Vergleich zu ähnlichen, aber proprietären Analysediensten ist, dass die erhobenen Daten auf dem eigenen Server verbleiben. Als Webseitenbetreiber hat man dementsprechen die volle Hoheit über seine Daten, die in diesem Fall nicht im Auftrag bei einem anderen Unternehmen verarbeitet werden.

Datenschutz

Die Integration basiert auf einer Erhebung der Daten mittels eines JavaScript-Elements, das aber nur den eigenen Server aufruft. Soweit man sich darauf beschränkt, braucht man keine Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarung mit einem anderen Unternehmen abschließen. Dass personenbezogenen Daten erhoben werden, soll aber in der Datenschutzerklärung dargestellt werden. Zudem sollen User die Möglichkeit haben, der Erhebung und Speicherung der Daten zu widersprechen. Eine Opt-Out-Möglichkeit wird durch die Software bereitgestellt und ein Link zu diesem Feature wird generiert.

Anders sieht es aus, wenn einige Features integriert werden, eventuell eines der Premiumfeatures im Matomo-Marketplace, die andere, externe Server ansprechen.

Matomo manuell installieren

Kunden von goneo können Matomo 3.8 mit wenigen Klick installieren lassen. Ansonsten kann man Matomo auch manuell aufsetzen auf dem Server seiner Wahl. Hier sind die Matomo-Installationsdateien verfügbar: https://matomo.org/download/

Auf der Webseite von Matomo ist der manuelle Installationsprozess als „on premise“-Installation benannt, in Abgrenzung zu einem Angebot von Matomo, die Anwendung auf Cloudservern unterzubringen, was kostenpflichtig ist.

Matomo möchte einen Apache- oder Nginx Server, wahlweise auch einen IIS (Internet Information Server von Microsoft) mit PHP ab Version 5.5.9 sowie einer MySQL 5 oder MariaDB-Datenbank. PHP 7 wird empfohlen, Die PHP Erweiterungen pdo, pdo_mysql oder die mysqli Extension sind ebenfalls notwendig. Erweiterungen wie php-gd sorgen für ein besseres Nutzungserlebnis. So empfiehlt Matomo die Nachinstallation von curl, cli, xml, mbstring falls nötig. In Shared Hosting- und Managed-Server-Produkten sind diese PHP-Erweiterungen im Regelfall ohnehin vorhanden. Die Installationsroutine führt durch den Setup-Prozess.

Matomo auf goneo-Kundenaccount auch für andere Websites nutzen

Wenn man bei goneo Matomo per clickStart oder manuell installiert, kann man damit selbstverständlich auch die Aktivitäten auf Websites oder in Apps tracken, wenn diese Angebote nicht bei goneo gehostet sind. So könnte man als Betreiber vieler Websites aus dem goneo-Kundenaccount heraus alle Webanalysen organisieren. Man muss nur das entsprechende Javascript-Fragment, das Matomo bereit stellt, in den Zielsites integrieren. Je nach Umfang empfiehlt es sich, ein Paket wie goneo Webhosting Profi zu nutzen. Dies ist ab 5,99 Euro im Monat erhältlich (hinzu kommen Setupkosten von einmalig 4,99 Euro, Mehrwertsteuer inklusive) und enthält genügend Ressourcen für eine entsprechendes Projekt.

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