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Webserver - System, das Websites bereitstellt

Der Begriff „Webserver” wird nicht ganz einheitlich bzw. eindeutig gebraucht. Die einen verstehen darunter die Hardware, also einen permanent mit dem Internet verbundenen Rechner, der statische Dokumente wie HTM-Dateien, Bilder, Grafiken o.ä. auf seinen Festplatten bereithält, damit diese über das Internet abrufbar sind. Webserver-Hardware unterscheidet sich von PC, die man aus dem Büroalltag kennt, durch die Bauform und die Komponenten, die enthalten sind. Während PCs eher hochkant neben oder unter den Schreibtisch gestellt werden, sind Server, die für Rechenzentren konzipiert sind, meist als eine Art vertikaler Einschub und möglichst flach gebaut. Sie werden in der Regel vertikal ausgerichtet in Serverschränke montiert. Daher sind die Breiten genormt und die Höhe des Gehäuses auf sogenannte Höheneinheiten festgelegt. Diese Rechner sind technisch auf Dauerbetrieb ausgelegt. Dafür wird auf alles verzichtet, was in diesem Umfeld einfach nicht gebraucht wird: Eine Grafikkarte oder einen Surround-Soundchip wird man in diesen Geräten nicht finden.

Andere wiederum bezeichnen mit Webserver die Software, die auf einem physikalischen Server installiert werden muss und permanent läuft, um die oben genannten Dateien tatsächlich verfügbar zu machen. Schließlich genügt die Hardware alleine nicht. Man benötigt neben dem Server-Betriebssystem (dies ist oft Linux oder BSD oder ein anderes UNIX-Derivat) noch diverse andere Programme, um diese Aufgabe zu verrichten. Eines dieser Programme, aber bei weitem nicht das einzige, das auf einem Server ständig läuft, ist die Webserver-Software. Stürzt diese Software ab, kann der Server (gemeint ist jetzt die Hardware) keine Webseiten mehr ausliefern. Bei goneo kommt hier das bewährte Apache zum Einsatz. Apache lässt sich mit sogenannten Modulen erweitern. Eines der wichtigen Module ist PHP , das seit der Version 5.3 bei goneo als Modul integriert ist. Die Vorgängerversionen wurden über das Common Gateway Interface zur Verfügung gestellt. Mit der Moduleinbindung sind entsprechende Geschwindigkeitsvorteile verbunden, weil der potentielle Flaschenhals CGI nicht gebraucht wird. Auch andere Skriptspacheninterpreter wie Perl oder Python sind als Modul eingebunden, genauso wie bestimmte Grafikmodule und auch der Modul für das Videostreaming im H.264-Format.

In der Informatik-Sprache ist oft vom Client-Server-Prinzip die Rede. Das gilt auch für den Webserver - und hier ist es egal, ob man Software oder Hardware meint. Sein Gegenstück hieße, um in dieser Terminologie zu bleiben, konsequenterweise „Webclient”. Tatsächlich geschieht das Abrufen der Ressourcen (das ist ein Sammelbegriff für die Dateien, die der Server bereithält) in der Regel mit dem einem „Client”, in diesem Fall mit einem Webbrowser wie Firefox, Safari, Chrome oder Internet Explorer.