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Hosting

Der aus dem Englischen entlehnte Begriff Hosting (deutsch: Beherbergung) steht für ein Bündel von technischen Services, mit denen es möglich ist, Dokumente über das Internet zum Abruf über einen Browser bereit zu stellen. Auch Software kann gehostet werden. goneo ist ein Anbieter von Hosting-Diensten und bietet günstige Hosting-Pakete mit eigener Domain und E-Mail für WordPress oder andere Content Management Systeme auf Basis von PHP und MySQL.

Nahezu synonym wird der Begriff Webhosting verwendet. Wir haben diese Variante in diesem Beitrag aufgegriffen und unter Produktgesichtspunkten erklärt.

Was ist ein Host?

Ursprünglich wurde der Begriff Host für einen meistens zentralen Rechner verwendet, der als Server in ein Computernetzwerk integriert ist. Dieser Host hatte die besondere Rolle, Dokumente bereit zu stellen, die für alle im Netzwerk verfügbar sein sollten. Vielleicht ist so die Begriffsbildung, die dem deutschen Wort "Gastgeber" entspricht, nachzuvollziehen. Diese Dokumente konnte jeder andere Rechner im Netzwerk abrufen, aber nur wenige Berechtigte konnten die Daten zum Host hochladen oder verändern.

Mit der Entwicklung des World Wide Web (www) entstand großer Bedarf nach an das Internet angebundenen Servern, die Dokumente in der Websprache HTML bereit stellen, über das Protokoll HTTP (Hyper Text Transfer Protocol) ausliefern und auf Eingaben reagieren konnten: Der prototypische Fall ist, dass ein Webbrowser als Client eine Anforderung an den Host schickt. Der Host antwortet und sendet das bereitliegende HTML-Dokument zum Browser. Der Browser rendert die HTML-Datei und stellt das Bild im Browserfenster dar.

Hypertext: Von Webdokument zu Webdokument

Die günstige Eigenschaft des Datenübertragungsprotokolle HTTP in Verbindung mit der extra für diesen Zweck definierten Auszeichnungssprache HTML ist, dass Verknüpfungen in Form von Links in die Webdokumente eingebaut werden können, so dass ein Hypertext entsteht, der ein Entlanghangeln von Dokument zu Dokument ermöglicht. So sind nicht nur Server untereinander vernetzt, sondern auch einzelne Dokumente.

Eine Verlinkung kann intern sein oder extern. Im Falle einer internen Verlinkung liegt das verlinkte Dokument auf dem gleichen Host, im Falle der externen Verlinkung auf einem anderen Host. Bei der Gesamtheit aller auf einem Host liegenden Webdokumente unter einem Domainnamen, die durch Links miteinander verknüpft sind, spricht man von einer Website, was man gelegentlich auch als Webangebot bezeichnet.

Technische Dienstleister wie goneo, die als Leistung anbieten, eigene Webdokumente im Internet zu veröffentlichen, werden landläufig als Hosting-Provider, als Hoster oder Webhoster bezeichnet.

Shared Hosting: ökonomisch dank virtueller Hosts

Um dem großen Bedarf nach kostengünstigen und möglichst ökonomisch realisierbaren Hosting-Services gerecht zu werden, wurde das Prinzip Shared Hosting entwickelt. Dabei bündelt man viele einzelne Websites, die mit jeweils eigenem Domainnamen aufrufbar sind, auf einem physikalischen Server, der mit einer einzigen IP-Adresse angesprochen wird.

Die einzelnen Speicherplatz - Portionen (Webspace) für die einzelnen Websites sind beim Shared Hosting voneinander abgeschottet. Der Verwalter eines Speicherplatzanteils, im Regelfall der einzelne Kunde, hat keinen Zugang zu den anderen Speicherplatzanteilen.

Die dafür notwendige Technologie wird von Software wie dem Apache-Webserver bereit gestellt, die virtuelle Hosts unterstützt. Damit muss nicht jedes Webangebot (jede Website) über eine eigene IP-Adresse verfügen, sondern kann durch den Aufruf des Domainnamens auf den Bildschirm geholt werden.

Shared Hosting erhielt seinen Namen durch die Tatsache, dass sich viele Websites einen physikalischen Server teilen.

Die goneo Webhosting Angebote sind mit dem Prinzip Shared Hosting realisiert. Der Kunde erhält: Speicherplatz (den Webspace), eine Zugangsmöglichkeit zum Server, um mit FTP (File Transfer Protocol) Dateien hochladen zu können und zusätzlich die Möglichkeit, eigene Domainnamen registrieren zu können. Auch die Bereitstellung von E-Mail-Postfächern gehört mit zum Leistungspaket.

Da die allermeisten Websites nur sehr gelegentlich aufgerufen werden, ist es für den Endanwender nicht offensichtlich, ob die von ihm besuchte Website auf einem Host, der nach dem Shared Hosting- Prinzip geteilt wird oder mit einer anderen Technologie realisiert worden ist. Wenn jedoch die Anzahl der Zugriffe auf die verschiedenen Websites, die auf einem physikalischen Server gehostet sind, steigen, kann es passieren, dass dieser Server überfordert ist und die angeforderten Webdokumente merklich langsamer ausliefert.

Dabei ist es egal, ob sich diese vielen Zugriffe nur auf ein Webangebot konzentrieren oder ob sich die Zugriffe auf verschiedene Webangebote auf diesem physikalischen Server streuen. Insgesamt zu viele Zugriffe führen zu einer langsameren Bereitstellung der Webdokumente im Browser.

Dies ist bis zu einem gewissen Grad weniger ein technisches als ein psychologisches Problem. Webuser gelten als sehr ungeduldig: Langsam reagierende Webseitenanforderungen werden als störend empfunden und führen dazu, dass die entsprechende Domain gemieden wird, wenn es vergleichbare Webangebote gibt. So gilt die gefühlte Zeit, die von der Anforderung bis zur Darstellung des Webdokuments im Browser vergeht, als Qualitätsmerkmal im Hosting.

Diese Problematik könnte man dadurch überwinden, dass entsprechend leistungsfähige Server eingesetzt werden und die Anzahl der auf einem physikalischen Server gehosteten Webangebote von vorne herein beschränkt wird. Dies wird in der Praxis auch so gehandhabt, wobei allerdings ökonomische Überlegungen angestellt werden müssen: Je mehr einzelne Webangebote auf einem physikalischen Server gehostet werden, desto günstiger ist das Hosting eines einzelnen Webangebot realisierbar, aber desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der physikalische Server durch die Anzahl der Gesamtzugriffe überlastet wird und das einzelen Webangebot dann zu langsam aufgeliefert wird.

Leider lassen sich die Anzahl der Zugriffe auf einzelne Websites und damit auch auf alle Websites auf einen Server nicht hinreichend gut vorhersagen, um solche Überlastspitzen zu vermeiden.

Dedicated Hosting

In Abgrenzung zum Shared Hosting wurde der Begriff Dedicated Hosting geprägt. Hinter dieser Bezeichnung steckt das Prinzip, nur ein Webangebot auf einem physikalischen Server zu platzieren. Zwar kann auch dann noch der Server durch hohe Zugriffszahlen überlastet werden, aber die Wahrscheinlichkeit dafür sinkt und ist durch den Betreiber der Website zumindest teilweise kontrollierbar.

"Teilweise" deshalb, weil es passieren kann, dass ein Webangebot durch einzelne Marketingmaßnahmen oder durch ein unvorhersehbares Ereignis plötzlich populär wird. Zudem gibt es auch das kriminelle Verhalten, Webangebote durch gezielte Überlastung mit sinnlosen Anfragen lahm zu legen, etwa um einen Konkurrenten zu schädigen. Man spricht hier oft von einer DDoS Attacke. Das Akronym DDoS steht für Distributed Denial of Service.

Abgesehen von diesen Ausnahmesituationen kann der Betreiber für den Normalbetrieb aber mit den vorhandenen Ressourcen rechnen, da die Prozessorleistung, die RAM–Ausstattung und die Festplattengröße bekannt sind.

Beim Dedicated Hosting, der eingedeutschte Begriff wäre dediziertes Hosting, gilt das Prinzip: eine IP – ein Server – eine Domain - eine Website .

Warum dediziertes Hosting mehr kostet

Für ein Webangebot einen eigenen physikalischen Server bereit zu stellen, ist vergleichsweise teuer, weil die Kosten der Hardware nicht verteilt werden können. Zudem entstehen auch noch Aufwendungen dadurch, dass auch Webserversoftware und Serverbetriebssysteme wie Linux einer stetigen Weiterentwicklung unterliegen. Es ist unabdingbar, neue Versionen der Software einzusetzen und bekannt gewordene Sicherheitslücken zu schließen.

Dies muss serverweise passieren: Jedes Update, das im Falle von Shared Hosting einmal für viele Webangebote nur einmal vorgenommen werden muss, muss auf jeden dedizierten Server erneut eingespielt werden.

Ein dedizierter Server kann sich rechnen

Es gibt viele Anwendungen, die einen eigenen, dedizierten Server für ein Webangebot rechtfertigen. Dazu gehören zweifellos Online Shops, bei denen die Verabreitungsgeschwindigkeit des Servers sogar geschäftskritisch ist. Es gibt viele Studien, die das Ziel hatten, die Auswirkung der Ladezeit auf die Konversionsrate, also die Anzahl der Kaufabschlüsse pro hundert Webseitenbesucher, zu untersuchen.

Als zentrales Ergebnis dieser Studien wird berichtet, dass die Ladezeit kritisch ist. Um den Effekt zu quantifizieren: Es wird kolportiert, dass in großen Shops eine Verschlechterung der Ladezeit um 100 Millisekunden ein Prozent der Verkäufe verhindert. Eine Sekunde würde demnach zehn Prozent der Verkäufe verhindern, was zumindest plausibel erscheint.

Ähnliche Effekte werden auch bezüglich der Bouncerate und des Anteils der Neubesucher auf einer Website berichtet.

Virtuelle dedizierte Server

Mit steigender Rechnerleistung ist es möglich geworden, auf großen Servern mehrere kleinere Server zu emulieren. Während beim Shared Hosting nur der Host virtualisiert wird und nicht jedes Webangebot eine eigene IP Nummer benötigt, war es nun möglich, mehrere Betriebssysteme abgeschottet voneinander parallel zu auf einem physikalischen Server zu betreiben.

So ist es möglich, jedes Gastbetriebssystem auf dem Hostsystem anders zu konfigurieren. Außerdem hat jede dieser virtuellen Maschinen eine eigene IP-Adresse, mit dem ein eigener Webauftritt realisiert werden kann.

Da dank Virtualisierung ein teurer physikalischer Server in mehrere virtuelle Server geteilt werden kann, sind virtuell dedizierte Server preislich günstiger im Vergleich zu nicht-virtualisierten Servern. Zudem gewinnt man dank Erstellung von virtual machines einiges an Flexibilität, denn diese virtual machines lassen sich relativ einfach von einer Hardware auf eine andere transferieren. Ein wichtiger Vorteil, wenn im Falle eines Hardwareschaden die Ausfallzeit minimiert werden soll.

Die Produkte goneo Webserver M, L und XL sind mit entsprechender Virtualisierungstechnologie realisiert worden. Die drei Varianten unterscheiden sich durch die Anzahl der verfügbaren virtuellen Prozessorkerne, des reservierten RAM – Arbeitsspeichers und der Festplattenspeicherkapazität.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, wie Server virtualisiert werden können.

Systematik für den Begriff Hosting

Um eine bessere Einordnung der diversen Subbegriffe für Hosting zu ermöglichen, schlagen wir folgende Systematik vor.

Einordnung des Begriffs Hosting: Managed Hosting, Shared Hosting, Dedicated Hosting

Bei allen Hostingangeboten von goneo handelt es sich um Managed Hosting – Services. Das bedeutet, dass goneo als Hosting-Provider die Betreuung der Hardware und der Serversoftware übernimmt. Dazu gehören Upgrades, Sicherheitspatches und ein kontinuierliches Monitoring über 24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr.

Als Überbegriff bietet sich also Managed Hosting an.

Den Bereich Managed Hosting können wir in zwei Teile zerlegen: Zum einen haben wir den Bereich Shared Hosting und den Bereich Server Hosting.

Im Bereich Shared können wir noch zwei Unterbereiche bilden, mit denen wir Shared Hosting–Angebote unterscheiden können: Die einfachste Hosting–Art wäre das Hosting von statischen Websites. Diese Sites kommen ohne den Rückgriff auf Datenbankinhalte und zusätzlicher Rechenleistung aus. Die fortgeschrittene Variante ist das Hosting von dynamischen Websites, bei denen der Server den Kundenwebsites Technologien wie PHP und MySQL bereitstellen muss, damit auf Usereingaben reagiert werden kann und entsprechende Inhalte aus Datenbanken bereit gestellt werden können, um sie in den HTML-Dokumenten zu verwenden.