Jeder Webseitenbetreiber möchte E-Mail-Adressen verwenden, die den Domainnamen nutzen, mit dem ein User auch die Website aufruft. Daher sind in Webhosting-Paketen E-Mail-Funktionen inklusive. 

 

Um E-Mails zu versenden und zu empfangen, kann man den Webbrowiser benutzen, wenn eine sogenannte Webmail-Anwendung zur Verfügung steht. Bei goneo ist dies der Fall. Es gibt aber auch eigene E-Mail-Anwendungen, die als extra Software oder auch als Teil des Betriebssystems zur Verfügung stehen. Wie man die E-Mail-Funktionen nutzen will, ist jedem Anwender und jeder Anwenderin freigestellt. Jede Variante hat ihre spezifischen Vorzüge. 

Wie die Begriffe rund um E-Mail zusammenhängen

Daher ist es wichtig, die Begriffe und -Funktionen rund um E-Mail etws einzuordnen:

 

Ein E-Mail-Client ist eine Anwendung, die es ermöglicht, E-Mails zu senden, zu empfangen, zu speichern und zu verwalten. Meistens installiert man diese Anwendungen extra. Bekannte E-Mail-Clients sind Microsoft Outlook oder Mozilla Thunderbird. Diese Anwendungen können lokal auf einem PC, Notebook oder Smartphone installiert sein.In diese Gruppe fallen auch Anwendungen, die Teil des Betriebssystems sind und nicht extra installiert werden müssen, wie etwa Apple Mail oder Windows Mail. E-Mail-Clients müssen extra konfiguriert werden, das heißt, das Programm muss die zu verwendende E-Mail-Adresse, einen Login-Namen und ein Passwort kennen.

 

Neben den installierten E-Mail-Clients gibt es webbasierte Lösungen, die ohne lokale Installation funktionieren. Webmail-Anwendungen sind E-Mail-Clients, die über einen Webbrowser genutzt werden. Sie erfordern in der Regel keine zusätzliche Konfiguration. Beispiele sind Gmail oder Outlook.com. Diese Art von Anwendung bietet Flexibilität, da Sie von jedem internetfähigen Gerät aus Zugriff auf Ihre E-Mails haben.

 

Unter einem E-Mail-Service (oder E-Mail-Dienst) versteht man einen Anbieter (Provider), bei dem es möglich ist, ein E-Mail-Konto einzurichten, das wie ein Postfach funktioniert, in das E-Mails eingeliefert werden können. Der Provider ermöglicht Zugriff auf diese E-Mail-Konto. Mit einem E-Mail-Client greift der Anwender beziehungsweise die Anwenderin auf das E-Mail-Konto zu. Der E-Mail-Provider betreibt E-Mail-Server, die den Mailverkehr abwickeln. Auf diesem E-Mail-Server liegen auch die eingegangenen E-Mails. In der Regel bleiben auch die versendeten E-Mails als Kopie liegen. 

 

Während im Web mit den Protokollen HTTPS gearbeitet wird, um Daten zu transferieren, nutzt man für den E-Mail-Dienst andere Protokolle. Dabei handelt es sich oft um IMAP, POP3 und SMTP. Diese Protokolle ermöglichen die Übermittlung und den Zugriff auf Nachrichten von einem E-Mail-Client oder einer Webmail-Oberfläche aus.

 

E-Mail-Server bestehen aus zwei Hauptkomponenten: dem Mail Transfer Agent (MTA) und dem Mail Delivery Agent (MDA). Der MTA empfängt und übermittelt E-Mails an andere Server. Der MDA sorgt dafür, dass eingehende E-Mails im richtigen Postfach (Mailbox) gespeichert werden. E-Mail-Server können intern gehostet werden, etwa in einem Unternehmen. Alternativ bieten externe Provider E-Mail-Dienste an, wie es bei goneo der Fall ist.

E-Mail-Sicherheit und weitere Funktionen in E-Mail-Clients

E-Mail-Server sind entscheidend für Sicherheit und Datenschutz. Sie bieten Funktionen wie Verschlüsselung, Spam-Filterung und Virenprüfung. Diese Maßnahmen gewährleisten die Integrität und Sicherheit der E-Mail-Kommunikation.

 

Die meisten E-Mail-Clients enthalten integrierte Kalender. Diese ermöglichen es Ihnen, Termine zu planen, Erinnerungen festzulegen und Besprechungen zu organisieren. Diese Funktion ist besonders nützlich für die Verwaltung von beruflichen und persönlichen Verpflichtungen.

 

E-Mail-Clients bieten oft Funktionen zur Verwaltung von Kontakten. Sie können Kontaktdaten speichern und Listen oder Gruppen von Kontakten erstellen. Diese Funktionen erleichtern die Kommunikation mit mehreren Personen gleichzeitig.

 

Viele E-Mail-Clients lassen sich mit Drittanbieter-Anwendungen integrieren. Dazu gehören Social Media, Cloud-Speicher und Produktivitätstools. Diese Integration erweitert die Funktionalität von E-Mail-Clients erheblich.

Zusatzfunktionen erfordern weitere Protokolle

E-Mail-Clients nutzen neben Protokolle wie IMAP, POP3 und SMTP für erweiterte Funktionen wie Kontakt- und Kalenderverwaltung zusätzliche Protokolle. Diese sind speziell für solche Zwecke entwickelt worden: 

 

CardDAV steht für "Card Distributed Authoring and Versioning". Dieses Protokoll wird verwendet, um Kontaktdaten auf einem Server zu speichern und zu teilen. Mit CardDAV können Sie von jedem Gerät aus auf Ihre Kontakte zugreifen. Änderungen werden dann auf allen Geräten synchronisiert.

 

 CalDAV steht für "Calendar Distributed Authoring and Versioning". Es ermöglicht das Speichern und Teilen von Kalenderdaten auf einem Server. Sie können Kalenderereignisse erstellen, ändern und löschen. Diese Änderungen können Sie mit anderen Benutzern teilen.

 

 Exchange ActiveSync (EAS) ist ein von Microsoft entwickeltes Protokoll. Es bietet eine breite Palette von Funktionen, darunter E-Mail, Kontakte, Kalender und Aufgaben. EAS verwendet "Push"-Technologie. Diese sendet neue Daten automatisch an das Gerät, sobald sie verfügbar sind. Allerdings wird dieses Protokoll nicht mehr weiterentwickelt und dürfte aussterben.

 

Das Messaging Application Programming Interface (MAPI) ist ein weiteres Microsoft-Protokoll. Es bietet umfassende Funktionen für E-Mail, Kontakte und Kalender. MAPI ist das primäre Protokoll für Microsoft Outlook und Microsoft Exchange Server. 

 

Jedes Protokoll hat eigene Vor- und Nachteile. Die Wahl des Protokolls hängt von den spezifischen Anforderungen des E-Mail-Clients ab. Die zugrunde liegende Infrastruktur spielt ebenfalls eine Rolle bei der Protokollwahl. Bei goneo nutzen wir aber SMTP, IMAP und POP3 für den Mailtransport. 

 

SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ist das Standardprotokoll zum Senden von E-Mails. Es sorgt dafür, dass Nachrichten sicher von Ihrem Client an den Server gelangen. SMTP arbeitet oft mit anderen Protokollen zusammen, um die Zustellung von E-Mails zu gewährleisten.

 

 IMAP (Internet Message Access Protocol) ermöglicht den Zugriff auf E-Mails, die auf einem Server gespeichert sind. Es ist ideal, wenn Sie von mehreren Geräten aus auf Ihre E-Mails zugreifen. IMAP lässt alle Nachrichten auf dem Server, sodass sie synchronisiert bleiben.

 

 POP3 (Post Office Protocol) lädt E-Mails von einem Server auf das lokale Gerät herunter. Nachdem die Nachrichten heruntergeladen wurden, werden sie in der Regel vom Server gelöscht. POP3 eignet sich, wenn man E-Mails nur auf einem Gerät verwalten will.

Auswahl des passenden E-Mail-Clients

Die Wahl des E-Mail-Clients sollte auf Ihren Anforderungen oder auch Vorlieben basieren. Die Kompatibilität mit dem Betriebssystem ist aber entscheidend. Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und Spam-Filter sind ebenfalls wichtig. Diese schützen Ihre Privatsphäre und Sicherheit.

 

Ein benutzerfreundlicher E-Mail-Client erleichtert die tägliche Nutzung. Die Oberfläche sollte intuitiv und leicht zu navigieren sein. Eine gute Benutzeroberfläche verbessert Ihre Effizienz und Produktivität.

Trends in der E-Mail-Kommunikation

E-Mail-Kommunikation ist einem ständigen Wandel unterworfen. Neue Technologien und Trends beeinflussen, wie wir E-Mails nutzen. Ein aktueller Trend ist die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI). KI hilft, E-Mails effizienter zu verwalten und zu priorisieren.

 

KI-gestützte E-Mail-Clients bieten Funktionen zur automatischen Kategorisierung von E-Mails. Sie lernen aus Ihrem Verhalten und verbessern die Organisation Ihres Posteingangs. Automatisierung reduziert den Zeitaufwand für die manuelle Verwaltung von E-Mails. 

 

Mit der zunehmenden Digitalisierung wächst das Bewusstsein für Datenschutz. Verschlüsselungstechnologien wie SSL/TLS sind wichtiger denn je. Sie schützen Ihre E-Mail-Kommunikation vor unbefugtem Zugriff.

 

Neben der E-Mail als ätesten Dienst im Internet haben sich weitere Kommunikationssysteme entwickelt wie etwas Instant Messaging in verschiedenen Ausführungen. 

 

Die E-Mail bleibt dennoch ein unverzichtbares Kommunikationsmittel. Neue Entwicklungen wie Blockchain könnten die Zukunft der E-Mail beeinflussen. Blockchain bietet ein hohes Maß an Sicherheit und Transparenz. Solche Technologien hätten das Potential, die E-Mail-Kommunikation revolutionieren, kommen aber aktuell wenig voran. 

 

Bei einem Webhoster wie goneo fallen die die Funktionen Webhosting-Provider und E-Mail-Provider zusammen. da der Domainname für die Website und für die E-Mail-Kommunikation der gleiche sein sollte.